Everyday Is Like Sunday

Das Künstlerhaus Dortmund zeigt in sieben Positionen fotografische Arbeiten unter dem Titel "Everyday Is Like Sunday". Im Songtext von Morissey wird deutlich, dass es sich nicht etwa um erfüllte Wochenzeit handelt, sondern vielmehr um die Bedrohung durch den Feiertag, wenn er als still und grau empfunden wird. Diese im Titel der Ausstellung steckende Ambivalenz wurde als Leitmotiv für die Ausstellung gewählt. Zwischen Alltag und Feiertag, zwischen Normalität und Experiment, zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Fest und Langeweile spannen die Arbeiten der eingeladenen KünstlerInnen ein Panorama der Alltagswelt auf, in das immer wieder verstörende Momente einbrechen. Dabei spielen der Konsum und seine auf die Freizeit gerichteten Aspekte eine Rolle, wenn mit harter Arbeit Wunschwelten suggeriert werden. Andere Arbeiten der Ausstellung beschäftigen sich mit dem Erleben von Sexualität zwischen Prostitution und Lebensgemeinschaft. Feiertag als Flucht aus dem Alltag, Alltag als Freiheit von der grauen Einöde des Sonntags: In der Ausstellung werden auch die Lebenswelten des Ruhrgebiets zu sehen sein, die je nach Wochentag als Freizeitpark oder als Kulisse der bezahlten Arbeit gelesen werden können.

 

Beteiligte KünstlerInnen:

Julian Faulhaber, Birte Kaufmann, Katrin Koenning, Kiên Hoàng Lê,  Albert Renger-Patzsch, Kathrin Tschirner, Christian Werner

Konzept und Organisation: Peter Schmieder und Jens Sundheim

Eröffnung: Fr., 23. Juni 2017 um 20 Uhr

Ort: Künstlerhaus Dortmund

Infos: Öffnungszeiten und Ort

© v.l.n.r.: Christian Werner, Kiên Hoàng Lê, Kathrin Tschirner